Festgottesdienst in der Gemeinde Gardelegen

Apostel Korbien spendete im Festgottesdienst am Sonntag, dem 21. Februar 2016 zwei Kindern das Sakrament der Heiligen Versiegelung, drei Amtsträger wurden in den Ruhestand versetzt und ein neuer Gemeindevorsteher wurde beauftragt.

Seinem Dienen legte der Apostel das Bibelwort zugrunde, mit dem Stammapostel Schneider zuvor den Gläubigen in Berlin gedient hatte:

„Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.“ (2. Korinther 1, 3.4)

Einleitend nahm Apostel Korbien Bezug auf die drei Amtsträger – Gemeindevorsteher Evangelist Oppermann, Priester Maass und Diakon Lemke, die er in diesem Gottesdienst in den wohlverdienten Ruhestand versetzen wolle. Auch sie mussten in ihrer Amtszeit durch manche Trübsal gehen, fanden aber immer wieder Trost durch Gott.

Mit Blick auf die Heilige Versiegelung der beiden Kinder stellte der Apostel die Frage: Welche Auswirkung hat der Heilige Geist? Seine Antwort lautete: Er gibt uns Kraft, auch in Trübsal treu zu bleiben und auch trotz Enttäuschungen im Dienste des Herrn zu stehen. Gott, der Vater, und der Heilige Geist sind eins. Er tröstet und ist bei uns und lässt uns nicht allein.

Der Heilige Geist öffnet uns die Augen, dass wir vieles aus einer anderen Perspektive sehen und das Kreuz annehmen, was uns auferlegt wurde, sodass wir im Sinne Christi wachsen.

Der Heilige Geist stellt uns auch Aufgaben, so der Apostel: Trübsal und Leid der anderen zu erkennen und zu lindern, Verständnis aufzubringen, zuzuhören, Mut zuzusprechen und in der Fürbitte einzustehen, Anteilnahme zeigen und Anteil geben, von sich erzählen und dadurch Mut, Trost und Zuversicht geben. Auch in der Gemeinschaft das Gute groß machen und mehr Gutes tun, so kehren Trost und Friede ein.

Apostel Korbien rief Evangelist Oppermann und Priester Maass zu einem letzten Predigtbeitrag an den Altar. Evangelist Oppermann verwies darauf, dass manche nicht wahrnehmen, was der Heilige Geist zu sagen hat. Mögen wir achtsam sein und Herz und Seele öffnen, um zu verstehen, was Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist uns zu sagen hat.

Nach dem „Unser Vater“-Gebet und der Sündenvergebung brachten zwei Elternpaare ihre Kinder zur Heiligen Versiegelung vor den Altar. Im Anschluss feierte die Gemeinde Heiliges Abendmahl.

Der Apostel rief nun die drei Amtsträger vor den Altar und der Gemeindechor leitete die Ruhesetzung mit dem Lied „Was ich tief im Herzen trag“ ein. In der Ansprache des Apostels kam tiefe Dankbarkeit für die jahrelangen Dienste im Namen des Herrn zum Ausdruck.

Im weiteren Verlauf wurde der Bezirksälteste Wesche für die Gemeinde Gardelegen als Gemeindevorsteher beauftragt.

Durch musikalische Darbietungen der Organistin, eines Flötenensembles und des Gemeindechores wurden die feierlichen Handlungen umrahmt.

Sieben kleine Säulen ragten am Fuße des Altars hervor und beschrieben die Gefühle in diesem Gottesdienst. DANK, FREUDE, LOBEN, WAS ICH TIEF IM HERZEN TRAG, LIEBE, SEGEN, GNADE.

Text:S.H./Fotos:J.H